Der WordPress Fehler Guide!

Ansich läuft WordPress ja schön rund, doch ab und zu ist der Wurm drin. Es gibt Abbrüche in der Datenbankverbindung, 404 Fehler und der geführchtete WhiteScreen of Death tritt ein. Einige Lösungsansätze und Gedanken möchte ich an dieser Stelle gerne mit Dir teilen. Evtl. kann Dir der eine oder andere Weg zur Behebung des WordPress Fehlers helfen.

Wir haben verschiedene Fehlermöglichkeiten:

  • Datenbankfehler
  • WhiteScreen
  • 404 Fehler
  • 500 Fehler
  • Fehler bei einem Plugin
  • und viele mehr…

Hangeln wir uns Stück für Stück durch, für Ergänzungen bin ich gerne offen – sprich mich einfach in der Facebookgruppe für WordPress & SEO an.

Du hast genug probiert und benötigst schnell und unkompliziert meine Hilfe?

  • Schritt 1 - Backup machen!

    Mache bitte vor allen Arbeiten an Deiner WordPress Installation ein komplettes Backup – auch wenn alles gerade nicht rund läuft! So hast Du einen Stand, wenn noch mehr schief laufen sollte!

  • Schritt 2 - Fehlersuche

    Jetzt wird es lustig auf der Suche nach unserem WordPress Fehler. Hier solltest Du einige kleine Werkzeuge bereit halten und die Fehlermeldungen genau studieren (wenn denn eine da ist und ich werde Dir zeigen, wie Du eine bekommst!).

  • Schritt 3 - Fehler beheben

    Im letzten Schritt wirst Du den Fehler beheben und Deine Seite zum Laufen bringen. Nachdem die Seite läuft, zieh am Besten gleich nochmal ein Backup – es kann nicht schaden und sicher ist sicher!

Alle WordPress Informationen und Anleitungen auf dieser Seite sind zwar mit bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Ich gebe allerdings keine Gewähr und jeder sollte für sich eine Entscheidung treffen was er tut. Ein WordPress Backup gehört zum Pflichtprogramm um Datenverlusten entgegenzuwirken.

Schritt 1 – WordPress Backup

Für das Backup einer WordPress Installation nehme ich nicht nur Backup-Plugins wie BackWPup, oder eines der vielen anderen WordPress Backup Plugins. Der Nachteil liegt für mich auf der Hand – sollte die Installation einmal nicht richtig funktionieren, so läuft auch das Backup Plugin nicht. Für den laufenden Betrieb ist es aber sehr fein, auf eines dieser Plugins zurückgreifen zu können.

Mehr Informationen zu den WordPress Backup Plugins gibt es unter:

Was ist nun aber, wenn Du nicht mehr an WordPress rankommst, oder aber eine zusätzliche Sicherung ohne externe Plugins benötigst?

WordPress Datenbanksicherung

Hier kannst Du recht einfach ein Datenbanktool wie z.B. PHPMyAdmin oder aber den MYSQLDumper benutzen. Da PHPMyAdmin mittlerweile ziemlich aufgeblasen daherkommt, zeige ich hier der Einfachheit halber ein Backup mit dem MYSQLDumper.

Die folgenden Videos von Youtube zeigen in 3 einfachen Schritten die Installation und Konfiguration Deines zukünftigen WordPress Datenbank Notfallrettungsprogrammes 😉

MYSQLDumper – Download und Installation

MYSQLDumper – Der Verzeichnisschutz

MYSQLDumper – Sicherung von Datenbanken

WordPress Datensicherung

Neben der Datenbank unserer WordPress Installation ist es wichtig die Daten auf dem Webspace zu sichern. Hierzu musst Du Dich mit den FTP Daten und einem FTP Programm bei Deinem Hoster/Provider einloggen und dann die Daten der WordPress Installation auf Deinen Rechner runterladen. Empfehlen kann ich da als freien FTP Clienten das Programm FileZilla. Filezilla kommt auf 32 und 64 Bit Windows-Systemen klar.

Die Schritte für die Datensicherung per FTP sind:

  1. Download Filezilla
  2. Installation Filezilla
  3. Zugangsdaten zu Deinem Webspace eingeben und verbinden
  4. Den Ordner Deiner WordPress Installation komplett runterladen.

Ich sichere den per FTP runtergeladenen WordPress Ordner auf meinem Rechner noch einmal, indem ich ihn z.B. als Zip gepackt speichere. Somit habe ich 2 Versionen auf meinem Rechner – das .zip File und den Ordner.

Schritt 2 – WordPress Fehlersuche

Die Daten Deiner WordPress Installation sind gesichert und Du kannst Dich nun an das Finden des Fehlers machen. Es kann nichts mehr schiefgehen – Du hast nun ein Backup der WordPress Datenbank, sowie sämtlicher Core, Theme, Plugin und Upload Verzeichnisse. Also ran und Spaß haben! Folgend ein paar Szenarien, die von der Fehlersuche her beschrieben werden. Bei vielen Fehlern hilft es erst einmal in das Fehlerlog (Errorlog) von Deinem Hoster/Provider zu schauen.

Für einige Analysen und für eine Suche innerhalb aller Dateien in einem Ordner, sowie zur Abänderung von Code und der Behebung bei einigen Fehlern lohnt es sich jetzt schon mal für Dich Notepadd++ runterzuladen und zu installieren – Notepad++ findest Du hier.

Schritt 3 – WordPress Fehler beheben

WordPress – WhiteScreen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, warum Du einen WordPress WhiteScreen bekommen kannst:

  • Es hat sich ein PHP Fehler eingeschlichen, der nicht ausgegeben wird.
  • Probleme mit dem RAM / Arbeitsspeicher / Memory Limit
  • Fehler in einem Plugin
  • Fehler in einem WordPress Theme

Der erste Weg ist hier einmal ins Logfile/Errorlog Deines Hosters zu schauen. Bei der großen Anzahl an Webspaceanbietern und Paketen kann ich Dir hier leider nicht weiterhelfen. Eine Anfrage an den Support Deines Hosters/Providers sollte da aber Abhilfe schaffen.

Solltest Du mehrere Seiten, bzw. WordPress Installationen auf dem gleichen Server oder Webspace haben, dann schau einfach einmal nach, ob der Fehler hier auch zu sehen ist. Sollten die anderen WordPress Installationen laufen, dann ist der Fehler nur in der betroffenen Installation zu suchen. Sind mehrere WordPress Seiten betroffen, kann es auch an einer falschen Konfiguration des Servers liegen. Hier einmal den Support des Hosters/Providers kontaktieren um mehr über evtl. Änderungen am Webspace oder Updates an den PHP oder MYSQL Versionen zu erfahren.

Hier sind einige Gegenmaßnahmen für den WhiteScreen of Death, Du kannst folgende Dinge probieren (die Dateien jeweils mit Filezilla hoch- und runterladen und mit Notepad++ bearbeiten).

PHP Fehler sichtbar machen

Du kannst in der Datei wp-config.php den DEBUG Modus und einige andere Ausgaben aktivieren:
// Enable WP_DEBUG mode
define('WP_DEBUG', true);

// Enable Debug logging to the /wp-content/debug.log file
define('WP_DEBUG_LOG', true);

// Disable display of errors and warnings
define('WP_DEBUG_DISPLAY', false);
@ini_set('display_errors',0);

// Use dev versions of core JS and CSS files (only needed if you are modifying these core files)
define('SCRIPT_DEBUG', true);

Mehr Informationen zur WordPress DEBUG Ausgabe zum Fehler finden gibt es hier: http://codex.wordpress.org/Debugging_in_WordPress

Das memory limit hochsetzen

In der wp-config.php Datei das memory limit erhöhen z.B.:
define('WP_MEMORY_LIMIT', '64M');
oder
define('WP_MEMORY_LIMIT', '128M');

Plugins deaktivieren – FTP Methode

Sollte der WhiteScreen noch nicht verschwunden sein, nimmst Du diese Änderung wieder zurück und gehst in das Verzeichnis /wp-content/ und benennst dort einmal den Ordner plugins um in z.B. plugins.offline – dies bewirkt die sofortige Deaktivierung Deiner WordPress Plugins. Versuche Dich neu einzuloggen und schau ob der WhiteScreen weg ist. Sollte er weg sein, nennst Du den Ordner wieder um in plugins und gehst in diesen Ordner rein mit dem FTP Programm. Nun musst Du jedes einzelne Plugin nacheinander umbenennen und schauen, an welchem Plugin der Fehler lag.

Plugins deaktivieren – MySQL Methode

Die WordPress Plugins können auch mit Hilfe von PHPMYAdmin oder Chive deaktiviert werden. In der Tabelle wp_options (mit Deinem Präfix) die Spalte active_plugins suchen und hier den Wert auf 0 setzen. Alternativ der Query dazu (muss um Dein Präfix ergänzt werden):

Für aktuelle WordPress Installationen:
UPDATE wp_options SET option_value = 'a:0:{}' WHERE option_name = 'active_plugins';

Achtung!

Sollte Dir der Weg über die WordPress Datenbank zu unsicher sein und Du hier nicht wissen solltest, was Du tust – nimm die FTP Methode!

Das Theme wechseln

Eine weitere Fehlerquelle kann auch das eingesetzte Theme sein, hier wechselst Du das Theme am Besten einmal auf ein WordPress Standard Theme (z.B. Twenty Fourteen Theme). Du solltest je nach Theme Deine Einstellungen und Widgets vorher einmal notieren oder einen Screenshot von anfertigen. Für Deinen Browser gibt es da ganz nette Erweiterungen, ich selbst nutze dazu das Screenshot Studio.

Themewechsel – FTP Methode

Deinen Themeordner per FTP umbenennen (WordPress wechselt dann automatisch auf ein Standard Theme)

Themewechsel – MySQL Methode

Mit Hilfe einer Datenbankänderung in der Tabelle wp_options die Spalten template, stylesheet, and current_theme abändern auf twentyfourteen.

Achtung!

Sollte Dir der Weg über die WordPress Datenbank zu unsicher sein und Du hier nicht wissen solltest, was Du tust – nimm die FTP Methode!

Hast Du noch immer mit dem WhiteScreen zu kämpfen? Schau in Dein Logfile/Errorlog oder kontaktiere mich bitte für eine weitere Analyse.